Samstag 23. Juni (321 km)

Karte Tag 2

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Der Morgen zeigt sich von der schönen SeiteHeute morgen sieht das Wetter schon viel besser aus, obwohl da und dort Wolkenbänke vorhanden sind. Wir sind aber zuversichtlich und einige Unentwegte waschen nach dem Morgenessen noch den gestrigen Dreck von Ihren Maschinen. So, jetzt sieht man die chromglänzenden Teile auch wieder und die Harleys sehen wieder aus wie Harleys auszusehen haben. Alle sind schon zeitig aufgestanden und fleissig am packen. Es gab sogar welche, die sind schon eine Aufwärmrunde gefahren. Und so können wir pünktlich um 9.00 Uhr unsere Motoren starten. Es kann wieder losgehen für die nächsten 300 km. Juhui wir freuen uns.

                                  Allgemeines Packen Da kommen noch die letzten. Hopp, hopp..... Felix und Willy warten auf die Abfahrt

 

Wir fahren dem See entlang Richtung Chambery auf die andere Seite des Lac de Bourget. Dort beginnt eine sehr schöne, schmale Strasse, die sich den Berg hinaufwindet. Viele enge Kehren durch den Wald, ab und zu eine wunderbare Aussicht auf den Lac du Bourget und dem Übernachtungsort Aix-les-Bains. Oben auf dem Col du Chat (633 m) angekommen machen wir schon einen ersten Halt und geniessen die tolle Ausicht. Eine dicke Wolke liegt über dem See und unten scheint die Sonne rein. Eine ganz besondere Stimmung, die sich uns bietet.

Harleys auf dem Col du Chat Auf dem Col du Chat. Parkplatz abgesperrt für Harely Davidson? Tolle Aussicht über den Lac de Bourget                                   

Die Shovelhead von Xavier bekommt was zu saufenNachdem sich nun alle sattgesehen haben und der Roadcaptain schon langsam ungeduldig wird, geht es weiter. Über verschlungene Pfade geht es mehr oder weniger auf der Hügelkette fahrend Richtung Col de l'Epine (987 m). Eine Willkommene Rast für Rolf und EdithDieser ist ein paar Meter höher als der Col du Chat. Hier fahren wir gleich auf der anderen Seite wieder runter nach Chambery. Bevor wir aber unser nächstes Ziel ansteuern können, müssen wir zuerst eine Tankstelle finden.Warten auf den Benzinkurier Und das ist so ne Sache in Frankreich. Auf dem Weg finden wir keine Tankstelle, wo wir bedient werden (alle anderen können nur mit bestimmten Karten benutzt werden). Wir fahren weiter, aber das stellt sich als Fehler raus. Ein paar Kilometer weiter bleibt Xavier mit leerem Tank stehen. Also wird eine Suchaktion gestartet, Schibo bringt Benzin in einer Mineralflasche mit. Damit wird Xavier's Shovelhead gefüttert. Anschliessend machen sich alle, die zuwenig Benzin haben auf zu dieser Tankstelle. Endlich, mit mehr als 1 Stunde Verspätung auf die Marschtabelle kann es weitergehen.

Und einige Kilometer später erreichen wir auch schon den Col du Granier (1134 m) mit dem Mount Granier als Hintergrundkulisse. Das Restaurant mit eingebautem Souvenirladen und schöner Terrasse lädt zum Verweilen ein. Das Mittagessen wird auch mit Verspätung eingenommen, trotzdem mundet es allen. Schliesslich zeigt sich das Wetter von der schönsten Seite. Damit es zügiger vorangeht, hilft Peter als Kellner aus. Xavier kann es nicht lassen und macht Werbung für die Beo Bike Week.

Passhöhe Col du Granier auf 1134 m Höhe Der Mount Granier Mittagspause Kurt und Hansjörg, unsere Roadcaptains
Peter als Kellner Unsere Harley Davidsons Noch ein Poster an die Wand geheftet. Werbung ist immer gut  

Da wir spät unterwegs sind, lassen wir den geplanten Umweg weg und fahren alles auf der D512 direkt weiter Richtung Grenoble. Grenoble grossräumig umfahrend kommen wir durch verschlungene, unübersichtliche Wege nach St. Martin-d'Uriage. Hier beginnt die Strecke zum Col Luitel mit dem Zubringer über die Chamrousse. Hier bekommen wir freie Fahrt von unserem Roadcaptain. Jeder fräst selbständig (so schnell als möglich) bergauf. Treffpunkt ist der grosse Parkplatz bei den Skiliftstationen. Zwischendurch eine kleine Schrecksekunde, als mein Pneu in eine grössere Rille gerät, die von einer schlecht zugeteerten Baustelle herrührt. Aber nichts passiert und alle erreichen den Col Luitel (1262 m) unbeschadet. Damit wir nicht einen Riesenumweg für die Weiterfahrt machen müssen gibt es ein Abkürzung über eine grottenschlechte, sehr schmale Waldpiste runter zur D1091. Mehr als 30 km/h können wir nicht fahren, sonst fallen wir von unseren Harleys. Eine kleine Schadenfreude bleibt uns aber. Uns entgegen kommt ein Polizeiauto, im Schlepptau eine Meute von Motorrädern. Ob die sich wohl freuen, hinter den geliebten Mannen herzutuckern?

Das Ziel: d'Alpe d'Huez auf 1860 m.ü.MDurstig nach der langen AuffahrtAuf der D1091 entlang, wechseln wir über zur kleineren aber dafür berühmteren D211. Hier kraxeln bei der Tour de France die Rennvelofahrer zur Alpe d'Huez hoch. Ueli hat gewonnen, dank dem Beo Bike Week-T-ShirtViele enge Kurven (21 Kehren insgesamt), schöne aber teilweise auch steile Partien, so geht es aufwärts. Hier oben auf der Alpe d'Huez (1860 m) ist auch ein berühmter Skiort mit grossen Skiliftanlagen. Rolf und Edith auf Ihrer ElectroGlideWir tun so, als wären wir die Strecke auch hochgeradelt und genehmigen uns ein Drink. Nebenan ne Horde Holländer, die hochgestrampelt sind. Noch ein Posing auf dem Siegertreppchen, das obligate Beo Bike Week Poster angeklebt und weiter geht es.

Wieder steht uns ein kleines Abenteuer bevor. Damit wir nicht den ganzen Weg zurückfahren müssen, wollen wir einen anderen Weg fahren. Risiko: Unser Roadcaptain weiss auch nicht was uns erwartet, er hat diese Strasse auch noch nicht gefahren. Anfangs sieht das Strässchen eher aus wie ein geteertes Alpensträsschen. Alle 50 Meter hat es eine tiefe Rinne, wo das Wasser ablaufen kann. Ganz vorsichtig kurven wir über diese Hindernisse. Gut hat es nicht geregnet, sonst wären wir arg in Bedrängnis gekommen. Am Anfang hatten wir Bedenken betreffend dem Strässchen, aber die Aussicht ist grandios und die Mühe hat sich jederweil gelohnt. Wie die Bilder beweisen.

Die tolle Aussicht Richtung Tal wo wir hinfahren wollen Edith mit Ihrer Sporty hat es auch geschafft Alle sind oben angekommen Meine Softail Custom
Am Abgrund - jetzt geht es runter Das schmale Strässchen ins Tal runter Gegenüberliegende Felsformationen Tolles Bergpanorama

Aufstieg zum Col du GalibierÜber eine kurvenreiche Serpentinenstrasse erreichen wir wieder die D1091 und fahren dieser entlang bis zur Abzweigung auf die D902. Es ist schon spät und wir sind müde und wollen in unser Hotel in Valloire. Aufstieg zum Col du Galibier, nur noch ein paar MeterAber noch müssen wir den Col du Galibier (2645 m), unseren 2.höchsten Pass überqueren. Wiederum kurvenreich geht es bergauf. Fast zuoberst können wir auswählen, Top of the Mountainob wir die einfachere Variante durchs Tunnel oder obendrüber fahren wollen. Keine Frage, jeden Meter wollen wir auskosten, trotz sehr engen Spitzkehren.Die Sicht auf die andere Seite. In der Ferne der Mont Blanc Oben sind alle happy und geniessen die fantastische Aussicht bei noch fantastischerem Wetter. Kein Wölklein lässt sich blicken. Die Aussicht ist Bilderbuchmässig. In der Ferne ist der Mont Blanc noch zu sehen. Ein traumhafter Tag.

Doch schon bald müssen wir uns von der Aussicht trennen, den alle sind langsam aber sicher hungrig. Es sind nur noch ein paar Kilometer bis nach Valloire, unserem nächsten Übernachtungsort. Die Einfahrt ins Städtchen, erinnert mich an US-Filmen. Über die Strassen sind Schnüre mit Fähnchen daran gespannt. Die Haupstrasse ist breit und wir fahren im Konvoi ein. Grossartig. Fehlen nur noch die Zuschauer. Das Hotel ist schnell eingenommen und schon bald finden wir uns beim Nachtessen wieder.

 

 

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