Forumstour 2010 TAG 3

Tour Tag 3

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Wir sind bereit, es kann losgehenNachdem wir die Nacht alle gut überstanden haben, treffen wir uns beim Frühstückstisch. Einige sind schon länger wach und sind schon am packen. Aufbruchstimmung in der grossen GarageAndere kommen sehr spät und machen einen müden Eindruck. Trotzdem, das Wetter sieht sehr gut aus. Sonnenschein pur. Unser Hotel mit grossem Parkplatz im HinterhofAlle freuen sich auf die Weiterfahrt. Xavier meint aber, dass wir nur ein paar Kilometer fahren, da schon die nächste Kultur-Einlage stattfindet. Wir stellen uns alle in Reih und Glied (mit Bike) vor der Garage auf. Die Hoteliersfamilie möchte unbedingt ein paar Fotos machen und zuschauen wie wir abfahren. Machen wir doch gerne.

 

Danach geht es dann los. Nur ein paar Kilometer fahren und schon stehen (resp. fahren) wir wieder in der Schweiz. Durch ein kleines Tal mit anschliessendem Felsdurchfahrt und schon stehen wir in Le Locle an unserem Kulturschauplatz. Leider sind wir zu früh dran und müssen auf die Führung warten. Das Wetter macht unterdessen schlapp und dicke Wolken ziehen auf. Ob das Wetter hält? Unterdessen fährt ein Polizeiauto aufs Gelände.

Wieder unterwegs bei Sonnenschein Wieder in der Schweiz Noch durch den Felsen... ... und dann sind wir am Ziel

Geschichte:
Unterirdische Mühlen, Le Locle
"Wir befinden uns in einer unterirdischen Wassermühle. Weit unter der Erdoberfläche strömt ein Bach, von dem keiner da oben etwas ahnt. Das Wasser fällt aus mehreren Einschnitten auf die rauschenden Schaufeln, die sich drehen und uns beinahe an unseren Kleidern mitreissen. Die Stufen, auf denen wir stehen, sind abgenützt und feucht, Wasser rieselt von den Steinwänden, und unter uns öffnet sich ganz nahe der Abgrund."

Hans Christian Andersen, 1836

Fliessen Bäche und Flüsse oberirdisch nur träge dahin, ist die Nutzung von Wasserkraft fast unmöglich. Deshalb begannen Bewohner des Tals von Le Locle, unterirdische Wasserläufe zu nutzen. So entstanden die Höhlenmühlen am "Col-des-Roches".
Kaum vorstellbar, unter welchen Bedingungen die unterirdische Fabrik vor 400 Jahren angelegt wurde. Und doch sind die wasserbetriebenen Mühlen und das Sägewärk da, in natürlichen und künstlichen Tunnels und Karsthöhlen. Die europaweit einzige Höhlenfabrik wurde in ehrenamtlicher Arbeit restauriert und ist heute öffentlich zugänglich.

Gegenwart:
Das beeindruckende System aufeinanderliegender Wasserräder ist europaweit einmalig! Eine Sehenswürdigkeit, die bereits den illustren Hans Christian Andersen faszinierte! (siehe Text oben).
Wir geniessen eine tolle Führung durch das permanent 7° kühle Höhlensystem. Wir erfahren alles über die Enstehung der Mühlen, den Betrieb und die Restaurierung. Sehr interessant und empfehlenswert. Hier ein paar Impressionen dazu:

Eingang Mahlstein Hier wird das Gedreide gemahlen Hier wird das Mehl in Säcke abgefüllt
Sie lauschen den Worten  Hier wird das Mehl in Säcke abgefüllt Interessierte Harleybiker Ort an dem das Gedreide bearbeitet wurde
Wasserrad Wasserrad Antriebswelle steiler Aufstieg

Nachdem wir alles ausgiebig begutachtet haben, möchten wir weiterfahren. Auf dem Parkplatz wartet immer noch das Polizeiauto. Auf uns? Jedoch sehr nett, dass sie unsere Bikes während der Besichtigung unter Aufsicht hatten. Danke Xavier für diese Organisation. Sie fahren dann weiter, bevor wir abfahren. Ansonsten es vielleicht doch noch schräge Blicke gegeben hätte.

Auf der Fahrt nach St. Imier Auf der Fahrt nach St. Imier
Richtung Vues des Alpes Richtung Vues des Alpes

Die Wolken haben sich unterdessen auch verdunkelt. Wir sind am überlegen ob wir das Regenkombi überziehen sollen. Die meisten entscheiden sich dagegen. Von Le Locle fahren wir auf die Route Cantonale über La Sagne und La Corbatière nach Les Convers. Von da geht es auf die Vue-des-Alpes.

Ein Motorhome nervt die halbe Auffahrt, bis es ihm in den Sinn kommt, dass er mal Platz machen könnte. Die Strasse ist wunderbar und geht auf der anderen Seite auch gleich wieder wunderbar hinunter. Dann kommen wir in die gleichnamige Ortschaft wo wir links abzweigen Richtung St. Imier. Rechterhand erhaschen wir manchmal einen Blick auf den Neuenburgersee tief unter uns. Knapp 20 Kilometer später erreichen wir den nächsten kleinen Pass, den Col des Pontins. Hinten mit vielen schönen Kehren runter nach St. Imier. Vues des AlpesDiese Strecke erinnert mich ein bisschen an einen Pass auf der Forumstour nach Frankreich. Bei St. Imier geht es links wieder retour Richtung La-Chaux-de-Fonds. Es tröpfelt bereits und ich liebäugle schon mit der Regenausrüstung. Doch wir werden verschont. Vor La Cibourg fahren wir rechts auf einem schmalen Strässchen wieder in die Gegenrichtung. Nach ein paar Kilometer haben wir es geschafft.

MITTAGESSEN !! Auf der Little-Ranch entern wir den Parkplatz und anschliessend gleich die Tische unter dem Sonnendach. Kaum Platz genommen, fängt es auch schon an zu regnen. Der Chef schmeisst den Grill an und schon bald brutzeln saftige Steaks und Würste auf dem Grill. Auch Marcel kommt zu seinem Erstaunen seine geliebte Käseschnitte.

Eingang zur Little Ranch Parking auf der Little Ranch Die Little Ranch Scheint nicht so warm zu sein
Warten auf Bedienung Bild innerhalb der Garage vom Monumental Vally in USA Brutzel, brutzel. Unsere Kotelettes und Würste. Käseschnitte für Marcel

Bei diesem Wetter haben die meisten Teilnehmer keine grosse Lust mehr die Tour fertig zu fahren. Vor allem, da viele quasi die Haustüre schon vor der Nase haben. Verständlich. Ich würde die Tour noch zu Ende fahren, füge mich aber der Mehrheit. Wir fahren alle noch gemeinsam auf die Autobahn und kehren bei der Autobahnraststätte zum letzten Mal ein. Danach grosses verabschieden. Die Meute aus dem Raum Ostschweiz fährt noch gemeinsam Richtung Zürich. Fahren ist zwar zu viel gesagt. Schwimmen wäre der bessere Ausdruck. Teilweise goss es aus Kübeln und das Nass kommt nicht nur von oben sondern von der Seite, von unten und weiss ich nicht woher sonst noch. Mit einer Taucherausrüstung wäre ich wohl besser gefahren. Dazu kam, dass ab Solothurn stockender Kolonnenverkehr herrschte. Aber wir schaffen auch das. Daheim können wir die Stiefel umkehren. Roni darf noch eine Stunde länger im Regen fahren, aber auch er kommt ohne Probleme nach Hause.

Da bleibt mir nur noch ein schönes Dankeschön an Xavier für die Organisation zu sagen. Bis zum nächsten Jahr.

 

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