1. Tag

Reiseroute Tag 1

 

Nach langem Hin und Her und in Anbetracht des Wetters haben wir uns für die Route über Österreich entschieden. Die Alternative wäre die Route über den Ofenpass und das Stilfserjoch nach Italien gewesen. Doch das Stilfserjoch, mit seinen über 80 Haarnadelkurven, wollten wir nicht schon am ersten Tag bewältigen müssen.
Bei Feldkirch durchqueren wir die Grenze nach Österreich. Danach gehts direkt auf die Autobahn, da wir die endlosen Dörfer auf der Hauptroute über den Arlberg ausweichen wollen. Bei Bludenz verlassen wir die Autobahn, da wir den Abstecher über die Silvretta Hochalpenstrasse nehmen wollen. Wunderschöne Strecke bis zum Mauthäuschen, wo wir 10.10 EURO pro Bike abladen dürfen. Ein bisschen happig finde ich. Danach geht's steil die Wand mit vielen Serpentinen hoch bis wir schliesslich die Passhöhe mit dem obligaten Stausee erreichen. Da es hier oben ziemlich frisch ist und ausserdem eine steife Brise herrscht, müssen wir uns im Restaurant an einem warmen Getränk laben.

Silvretta Hochalpenstrasse Silvretta Hochalpenstrasse Silvretta Hochalpenstrasse

Anschliessend geht's gleich wieder runter, an den bekannten Skiorten Galltür und Ischgl vorbei, bis wir wieder auf der Autobahn Richtung Innsbruck landen. Irgendwann nach Imst, als wir schon dachten, dass wir die Ausfahrt verpassten, kam sie doch noch, die Ausfahrt zum Timmelsjoch. Die Strecke nach Sölden zog sich hin und hin und.... Na endlich ! Nach einem Kaffee und einem Kaiserschmarren geht's wieder weiter Richtung Italien. Schon lange vor dem Timmelsjoch werden wir darauf aufmerksam gemacht, dass wir wieder ein paar Euros locker machen müssen, damit wir über die Passtrasse fahren dürfen. Und prompt werden wir von freundlichen Leuten an der Mautstation wieder um 8 Euros erleichtert. Pro Bike versteht sich. Harley auf dem TimmelsjochAuf jeden Fall kommen wir schon mal in den Genuss vieler Kurven und die Strasse klettert hoch und höher, bis wir auf 2500 m Höhe schon bald Petrus die Hand schütteln könnten. Nein es war nicht Petrus, sondern freundliche Zöllner, die uns ohne Probleme passieren lassen. Runter nach Italien
Links die Harley, die stolz die 13 % Steigung auf über 2500 m Höhe schaffte. Nur beim Überholen, ging ihr der Schnauf ein bisschen aus. Rechts sieht man das Tal Richtung Italien, das wir noch unter die Räder nehmen dürfen. Auf dieser Seite des Passes sind die Italiener mit ihren Bikes unterwegs, da heisst es aufpassen. Die fahren teilweise haarsträubend, wenn nicht sogar kriminell.
Die Abfahrt zieht sich endlos das Tal runter. Kurve reiht sich an Kurve. In der Ebene, durch das Passeiertal, kommen wir ins schwitzen. Nicht weil wir so schnell fahren, sondern, weil es hier unten sehr heiss ist. Wir waren froh, als wir endlich unser erstes Nachtlager in Meran beziehen können. Die Suche nach unserer Unterkunft gestaltete sich einfach, weil die touristischen Nachtlager durch farbige Routen durch Meran gekennzeichnet sind.

Den ersten Tag haben wir also erfolgreich hinter uns gebracht und wir freuen uns schon auf die weiteren Tage. Und vor allem sind wir gespannt, was sie uns bringen werden.
Der einzige Wermutstropfen sind die Gebühren und Mauts, die Österreich seinen Autofahrern und Biker aufbrummt. Rechnet man die 7 Euro für das Pickerl und zwei Mal die Maut über die Alpenpässe so sind wir bei stolzen 25 Euro, oder 40 Swissfränkli, pro Nase. Da kann ich in der Schweiz doch glatt ein ganzes Jahr alle Autobahnen und Alpenstrassen benutzen.

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