2. Tag

Reiseroute Tag 2

 

Die Strecke von Meran nach Bozen bewältigen wir auf der Schnellstrasse. Laut unserer Hotelbesitzerin, lohne es sich nicht die Strasse durch alle Ortschaften zu nehmen. Eigentlich wollten wir die Strecke über den Nigerpass zum Karersee fahren. Leider haben wir in Bozen den richtigen Weg nicht gefunden. Wahrscheinlich wäre es klüger gewesen, die Autobahn zu benutzen und die Ausfahrt Bozen Nord zu benutzen.
Wie auch immer. Wir landen direkt auf der Strasse die Richtung Karerpass führt. Andererseits kommen wir dafür in den Genuss einer wundervollen Schluchtenfahrt. Die Strasse führt eng an einer Felswand entlang, teilweise musste die Strasse direkt auf dem Fluss gebaut werden, weil die Felswände so nahe zusammen sind. Es ist dann schon ein erhabenes Gefühl mit den Bikes quasi auf dem Fluss zu fahren und links und rechts senkrechte Wände vorzufinden.

Der Sprit geht langsam zur Neige, also sind wir auf der Suche nach einer geeigneten Tankstelle. Wir hatten gehört bzw. gelesen, dass das so ein Problem sei in Italien. Entweder hätten die Tankstellen geschlossen oder bei den Selbstbedienungstankstellen, müssten wir gebügelte Euronoten bereithalten. Und wir können das bestätigen. Bis wir unsere 10 Euro-Noten in den dafür vorgesehenen Schlitz eingefügt haben, brauchen wir schon Nerven. Etwa 5 verschiedene Noten haben wir in allen erdenklichen Positionen eingelegt, bis es endlich geklappt hat. Durch eine Fehlmanipulation erkauften wir dann, den an sich schon teuren Sprit, noch teurer. Den Tankstellenbesitzer freuts, uns hat es geärgert,

Karersee mit BergNach kurzer Zeit schon erreichen wir den Karersee. Man soll hier bei schönem Wetter die Dolomiten im klaren See spiegeln sehen. Meine WenigkeitAnscheinend haben das schon andere gelesen, denn der See, bzw der Parkplatz war überfüllt von Touristen. Trotzdem wollen wir diese Touristenattraktion selber auch sehen. Und da das Wetter nicht allzu schlecht war, haben wir auch gleich eine Seeumrundung gemacht. Per Pedes selbstverständlich. Mit Helm und Lederkombi vielleicht nicht so empfehlenswert, wenns zu heiss ist.

Nicht mehr weit ist es bis zur Karerpasshöhe. Auch hier nicht das optimale Wetter. Aha, hier finden wir die Strasse die vom Nigerpass herkommt, die wir bei Bozen gesucht hatten. Den Pass wieder runter nach Figo di Passo (was das wohl heissen mag? ), rechts abbiegen nach Moena. Hier ist mächtig was los. Auf der Karte hat's nach einer kleinen Ortschaft ausgesehen. Passo San PellegrinoDoch ein Gartenrestaurant reiht sich an Gartenrestaurant. Sind auch viele Leute unterwegs. Na, hier sieht es für uns zu touristisch aus, darum biegen wir auch gleich links wieder ab, Richtung Passo San Pellegrino. Wird hier das beliebte Getränk hergestellt ?
Auf dem Pass eine kleine Kirche und gleich dahinter die Skiliftstation. Passt irgendwie auch nicht so zusammen. Aber hier in den Dolomiten scheint es auf jedem Hügel einen Skilift zu haben.

 

unbekanntes GebirgeHier oben ist es nicht gerade so angenehm, um länger zu bleiben. Ein erhofftes lauschiges Beizli haben wir auch nicht gefunden, also geht es halt gleich wieder auf der anderen Seite runter. Kurz vor Falcade schon wieder ein Halt. Gartenrestaurant mit idyllischem AusblickHabe da ein Stück Dolomiten gesehen, das ich unbedingt aufs Bild bringen musste. Ob's da Richtung Passo Valles geht ? Nach Alleghe bekommen wir langsam Hunger und da wir ein lauschiges Seelein mit zugehörigem Gartenbeizli sehen, kommt uns das gerade recht.

Da es noch früher Nachmittag ist, und wir in kurzer Zeit unser 2. Etappenziel, Arraba, erreichen würden, haben wir uns überlegt, ob wir nicht noch einen oder gar zwei Pässe anhängen sollen. Wir waren geradeso in Fahrt. Also kurz auf der Karte nachgeguckt. Aha, da liegen zwei leckere Pässe in Reichweite. Zum einen der Passo Fedaia und zum zweiten das Pordoijoch. Also bei der nächsten Ortschaft links weg und gleich geht's wieder rauf auf 2057m. Und das soll heute nicht unser höchster Punkt sein.

Passhöhe Bergmassiv auf der Passhöhe Blick zurück auf die massive Wand

Oben, wie könnte es anders sein, ist das Wetter solala. Auch hier ein paar Skilifte die in die Gletscherregionen führen. Ein Blick zurück zeigt uns eine Gebirgswand, die fast den ganzen Blickwinkel ausfüllt (siehe drittes Bild oben). Im wolkenverhangenen Himmel sieht sie düster aus.

Düstere Szenen aus dem Film ....Auf dem Pordoijoch, auf immerhin schon stolzen 2239 m Höhe, sieht das Wetter auch nicht besser aus. Immerhin regnet es nicht, da sind wir schon recht froh. ... Herr der Ringe !Die Umgebung sieht düster aus. Erinnert mich fast ein bisschen an den Film "Herr der Ringe". Schon fast unheimlich und doch irgendwie faszinierend.

Der weitere Weg führt uns wieder bergab, mit wunderschönen Serpentinen, Richtung unserem heutigen Etappenziel, Arraba. Kurz nachdem wir das Hotel erreichen, fängt es schon an zu regnen, und es wurde kalt. Hier in Arraba, haben wir 2 Nächte reserviert, mit der Option auf eine dritte Nacht. Das im Internet dargestellte Bikerhotel ist ein Hotel der unteren Preisklasse. Da wir aber nur hier übernachten wollen, geht das in Ordnung. Dafür können wir unsere Bikes in der Garage einschliessen. Was uns aber ein bisschen gestört hatte, war dass es im Zimmer ziemlich kalt war. Im Sommer wird nicht geheizt. Pasta !!   ähhh Basta !!

 

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