6. Tag

Reiseroute Tag 6

Der letzte Reisetag ist angebrochen und es stehen uns ne Menge Kilometer bevor. Es gäbe mehrere Möglichkeiten in die Schweiz zurückzufahren. Edith wünschte aber, dass wir den Bernina-Pass fahren.

Nachdem wir unser Gepäck wieder auf unseren Motorrädern verstaut haben, fahren wir wieder zur Hauptachse zurück. Und auf dieser entlang Richtung Kalterersee. Wir erwischten nicht den kürzesten Weg und mussten einen kleinen Umweg fahren. Danach fahren wir ein Stück auf der Weinstrasse dem Kalterersee entlang. Dort wo der bekannte Blick ins WeintalWein herkommt, denn viele ältere Menschen in den Restaurants bevorzugen, weil er billig ist. Am Kalterersee wollen wir noch schnell am See eine Rast einlegen. Aber der einzige Zugang war so mit Touristen verstopft, dass uns die Lust sehr schnell verging.

Ein Stück weiter gehts links weg über den Mendelpass. Obwohl der Pass nur gerade mal 1363 m hoch ist, hat man das Gefühl er sei viel höher, weil die Strasse steigt und steigt und steigt. Aber ein sehr schöner Pass. Zwischendurch kann man mal einen Blick auf das darunterliegende Weinland, mit seinen unendlichen Weinreben erhaschen.

Über Fondo, Revo und Male (habe gar nicht bemerkt, dass wir schon auf den Malediven sind) fahren wir ins Val d Sole Tal ein. Auf der Karte ist die Strasse als Hauptverkehrsachse eingezeichnet, so dachten wir, dass diese gut ausgebaut ist und wir zügig vorankommen. Doch falsch gedacht. Die Strasse entpuppt sich als sehr kurvenreich und wir kommen nur sehr spärlich vorwärts. Kurz bevor es auf den Passo Tonale raufgeht, genehmigen wir uns in einem lauschigen Cafe ein feines Eis. Wir sind doch schon einige Zeit unterwegs und mussten mal unseren Hintern entlasten. Und warm, wenn nicht gerade heiss ist es hier auch.

Weiter geht es über Ponte di Legno, Vezza d'Oglio und Edolo Richtung Passo dell'Aprica. Der Passo dell'Aprica ist bekannt für seinen Wintersport. So sieht man auch links und rechts der Strasse Skilifte und Bahnen. Der Ort selber gefällt mir überhaupt nicht. Der erste Eindruck den ich hatte, was macht diese Stadt auf dieser Höhe? Dafür hatte es einen riesigen Trödlermarkt auf dem wir ein Stück feinen Käse kauften.

In Tresenda fahren wir rechts nach Tirano. Kurz vorher die Abzweigung in die Schweiz. Wir sind wieder zu Hause. Ein paar Kilometer weiter weiss Edith ein feines Restaurant an einem lauschigen See wo wir nochmals eine Pause einlegen. Jetzt noch den Puschlav rauf, über den schönen Bernina-Pass nach St. Moritz. Hier nach Silvaplana wo wir den kürzesten Weg über den Julier-Pass entern. Anschliessend über Tiefencastel und Chur ab nach Hause. Es ist schon spät, schon dunkel, als wir endlich daheim sind. Kaputt und unendlich müde, aber trotzdem happy über unsere schöne Tour in die Dolomiten.

In den sechs Tagen die wir unterwegs waren, haben wir insgesamt 1750 Kilometer zurückgelegt und 34 Pässe bewältigt. Und mit dem Wetter hatten wir auch Riesenglück. Freue mich schon auf unsere nächste Tour. Wo wird es uns wohl hinschlagen ?

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