Tauchen rund um die Insel Gozo (Malta)

Über die Auffahrtswoche buchte ich bei Nautilus Dive-Center in Eschlikon TG eine Woche Tauchsafari auf Malta. Malta wollte ich schon immer mal taucherisch besuchen, da ich schon vieles darüber gehört habe.

Der Inselstaat Malta besteht insgesamt aus drei Inseln: Malta, Gozo und Comino, wobei Comino eigentlich nur ein grösserer Felsbrocken ist.

Karte von MaltaMalta liegt unterhalb von Sizilien, etwa auf der Höhe von Tunesien. Mit dem Flugzeug in kurzer Zeit erreichbar. Um auf die Insel Gozo zu gelangen, muss man zuerst mit dem Bus quer über die ganze Insel Malta fahren. Anschliessend wird mit der Fähre, die regelmässig fährt, auf die Insel Gozo übergesetzt. Je nach Destination fällt nochmals eine mehr oder weniger lange Busfahrt an.

Wer etwas aussergewöhnliches zum tauchen sucht, ist hier genau richtig. Wir waren auf der Insel Gozo stationiert. Die meisten Tauchplätze sind nur von Land aus, per Jeep erreichbar. Am Tauchplatz selber muss man, je nach Platz, noch etliche Dutzend Meter mit der ganzen Ausrüstung zurücklegen. Im Sommer bei über 30° Celsius nicht gerade ein Vergnügen. Der extremste Tauchplatz ist wohl jene Bucht, die nur über eine Treppe mit mehr als 100 Stufen erreichbar ist.

Gozo ist ein Eldorado für Taucher, die gerne in Höhlen, schmalen Schluchten, Kaminen, Schlünden und Tunnels tauchen. Es gibt sehr enge Kamine, da steigt man bei 35 m Tiefe ein und taucht bis fast an die Oberfläche auf. Also nichts für Taucher, die Platzangst haben oder nicht tarieren können.

Tauchplätze GozoTauchplätze GozoUnsere besuchten Tauchplätze :

1. Bluehole
2. Coral Cave
3. Inland Sea
4. Xlendi Bay
5. Gashri Valley
6. Xatt L-Ahmar
7. Lantern Point, Insel Comino

 

 

Leider konnten wir wegen starkem Wind auf der Nordseite der Insel nicht tauchen. Die Brandung war zu gefährlich.

Höhepunkt ist wohl das berühmte Bluehole, das wir gleich am 1. Tag nach unserem Check-Dive in Angriff nahmen. Wie sich später herausstellte, war das eine kluge Entscheidung, da der Wind so stark wurde, dass wir die ganze Woche nicht mehr am Bluehole hätten einsteigen können. Schon an Land fällt der Torbogen (Azure Window), der vom Meer geschaffen wurde, auf. Kurz davor, nach einem Spaziergang von etwa 200 Meter mit der schweren Ausrüstung bei 32° Celsius,steigt man in einen Pool ein, der vermeintlich vom Meer getrennt ist. Unter Wasser aber, gibt es einen Durchgang durch den man ins offene Meer gelangt. Die Höhle selber ist übersät von roten Zäpfchenkorallen.

In der Nähe vom Bluehole, im Inland Sea, hat es einen 70 m langen Durchstich ins offene Meer, der aber gross genug ist, damit auch Anfänger tauchen können. Man sollte aber tunlichst nicht auftauchen, da oben kleine Motorboote den Durchgang benutzen.

Auch in der Xlendi Bay gibt es eine solche Tunnelpassage, die zwar einiges kleiner im Durchmesser, aber etwa gleich lang und vollständig unter Wasser ist.

In der Coral Cave gibt es rote Zäpfchenkorallen zu bewundern. Sogar 2 kleine Drachenköpfe habe ich gesichtet. Coral Cave ist eigentlich mehr eine riesige Grotte. Zuhinterst hat es aber zwei kleine Höhlen für wagemutige.

Xatt-L-Ahmar, eine verträumte Bucht, ist nur über eine steile Strasse erreichbar. Bei Nässe könnte es Probleme geben, die Steigung mit dem Jeep zu schaffen. Das Wasser ist mit 15 m nicht sehr tief, dafür sind mit ein bisschen Glück Seepferdchen zu finden. Auch eine Höhle kann erforscht werden.

Im Gashri Valley darf man die berühmten 100 Stufen in die Bucht absteigen. Da ich aber mit meinen Knien Probleme bekundete, machte ich da nicht mit. Es soll aber ganz schön gewesen sein, habe ich mir sagen lassen.

 

Für weitere Bilder, auf das jeweilige Bild klicken:

Bluehole, Coral Cave und Inland sea Gashri Valley, Xatt L-Ahmar und Lantern Point Landbilder von Gozo
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